'' Wenn man stumm ist schreibt man seine Seele auf Papier & manchmal schreibt man Geschichte ''

Vielleicht erinnerst du dich sogar daran, wie schön es mal zwischen uns war.

Alter Text, so alt. vielleicht erinnerst du dich ja daran.aber halt nur vielleicht.obwohl ich mir sicher bin das du es nicht mal lesen wirst.aber ich musste es einfach bloggen schon allein aus dem grund weil ich dich so vermiss und weil ich ein grinsen auf meinem gesicht hatte als ich den text verschollen auf einem blatt papier hinter meinem schrank gefunden und gelesen habe.

die angst begleitet mich auf meinem weg. als hätte ich sie in meine tasche gepackt, neben meiner wasserflasche und dem ipod. die letzten kilometer mit dem zug fallen mir immer schwerer. ungeduldig wackel ich hin und her, kann nicht still sitzen und schaue dauernd auf mein handy. 'nächster halt: ... hauptbahnhof, ausstieg in fahrtrichtung rechts' ich schnelle nach oben, stelle mich zitternd an die tür, als der zug in den bahnhof einfährt. beim bremsen entdecke ich ihn schon, der zug fährt ein ganzes stück weiter.

endlich öffnen sich die türen und ich warte bis der kleine mainstream junge vor mir ausgestiegen ist. dann atme ich ganz tief ein, stelle auf meinem ipod 'stronger - kanye west' ein und setze ein schritt vor den anderen auf diesen boden. er entdeckt mich nicht, guckt hilflos hin und her. ich grinse, winke. und dann fängt er auch an zu grinsen. wir umarmen uns, begrüßen uns und lächeln beide. die aufregung ist weg. wie weggeblasen. und gleich nach den ersten sekunden merke ich: ich bin ich. ich muss mich nicht bei ihm verstellen, ich tue es auch nicht. das bin einfach ich.
er guckt mich kaum an, starrt geradeaus und wir gehen aus dem bahnhof. 'ich bin immer noch so angespannt' bringt er plötzlich hervor und guckt mich entschuldigend an. ich fasse an seine schulter, streichel einmal behutsam darüber und sage'brauchst du nicht mehr, jetzt ist alles gut'
wir unterhalten uns, gehen zu mecces und setzen uns letzendlich auf eine parkbank auf einer kleinen grünfläche in der stadt. ich lache ausgelassen mit ihm und rede völlig frei und offen. ich hätte nie gedacht, dass ich das könnte. wir vergleichen die innenseiten unserer hände, ich nehme seine hand, setze mich in den schneidersitz und begutachte sie. unbewusst fange ich leise an zu summen, während ich die langen linien seiner handfläche mit meinem finger nachziehe. er schaut mich an und fängt prompt an zu grinsen. 'was ist?' frage ich mit einem leisen lachen in der stimme. 'du bist so süß'ist seine antwort. lächeln schaue ich mir wieder seine hände an, nehme sie in meiner und eine weile sitzen wir einfach nur so da.
leise prasselt der regen plötzlich auf uns nieder. er reicht mir seine jacke, legt sie mir um die schultern und zieht mich näher an sich. ein 'ich liebe dich' huscht über seine lippen, während wir einfach nur so da sitzen und uns den regen anschauen. 'pscht' ich will den moment nicht ruiniert haben, von seinem ich liebe dich. weil ich es nicht auch sagen kann. weil ich ihn nicht liebe. weil ich mich mit ihm so unfassbar frei und wie ich selbst fühle, aber ihn nicht liebe. weil ich mich noch nie so gefühlt habe, wie bei ihm. und in gewisser weise macht es mir genau in diesem moment angst, dass ich so ich selbst sein kann. weil ich das nie kann. weil da immer irgendeine hemmschwelle ist. immer irgendwas, dass mich festhält. aber es ist, als hätte ich die schere genommen und die fäden selbst abgeschnitten. vielleicht nicht für immer, aber für diesen tag.
zum schluss küsst er mich auf die wange, es ist ein kurzer, zärtlicher kuss, der auf meinen armen eine unfassbare gänsehaut auslöst. 'brrrrrr' ich lache ihn an und zeige ihm meine arme. als antwort legt er die hand um mich